Zum Nachdenken

Weihnachten, das Fest des Friedens!

Der Pfarrer war glücklich. Er hatte für seine Gemeinde eine Überraschung parat: Eine schöne Weihnachtskrippe.

Am Heiligabend war der große Augenblick gekommen, die Krippe der Gemeinde zu präsentieren. Der Pfarrer rückte die Krippe auch gleich in den Mittelpunkt der Christvesper:

„Seht mal ihr Kinder, welchen Frieden das Christkind ausströmt! Seht die glücklichen Gesichter der Maria, des Josef und der Hirten! Schaut die Tiere an, die um die  Krippe stehen: Die Schafe schubsen sich nicht. Die Kamele schlagen nicht aus. Der Ochse stößt nicht mit seinen Hörnern. Warum sind heute alle so friedlich und verträglich?“ Spontan rief ein kleiner Junge dazwischen:

                          „ Weil sie von Pappe sind!“

Da ging ein Schmunzeln über alle Gesichter. Mancher in der Kirche wird sich aber auch vielleicht gefragt haben:

         „ Ist Weihnachten bei mir auch nur aus Pappe?“

Vielleicht glänzend aufgezogen; mit geschmückter Wohnung, üppigen Geschenken und erlesenem Braten. Es soll hier ausdrücklich angemerkt werden, es ist nichts gegen eine festliche Gestaltung von Weihnachten zu sagen. Wir freuen uns doch alle an einem auch äußerlich schönen und harmonischen Weihnachtsfest.

Aber die Frage ist, lebt das, was Weihnachten im Kern bedeutet, auch in meinem Innern? Auch wenn ich mir bei einer ehrlichen Antwort dann eingestehen muss, dass meine Weihnachtsfreude eher von äußerlichen Gegebenheiten bestimmt wird, so muss das doch nicht so bleiben.

Die Hirten damals wussten noch nichts von Weihnachten. Es gab Weihnachten ja noch gar nicht. Sie lebten ein schweres entbehrungs-reiches Leben und waren von der übrigen Bevölkerung nicht selten verachtet. Da war wenig Grund sich zu freuen. Doch dann hörten sie die frohe Botschaft des Engels:

„Euch ist heute der Heiland geboren …!“

Das war unmissverständlich, diese Frohe Botschaft galt ihnen ganz persönlich. War diese Ankündigung des Retters nur ein schöner Traum? War das alles nur ein leeres Versprechen? Oder steckte mehr dahinter? Sollte es wirklich wahr sein, dass Gott sie, die verachteten Hirten, nicht vergessen hatte? Sie machten sich auf, um die Botschaft des Engels zu prüfen. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Als sie das Jesuskind im Stall von Bethlehem in einer Krippe liegend fanden, wurden sie froh, denn es war alles wie der Engel Gottes es ihnen gesagt hatte und sie lobten und priesen Gott.

In Bethlehem in der Stadt Davids wurde der Heiland und Retter der Welt, Jesus Christus geboren. Seinen Geburtstag feiern wir Jahr für Jahr an Weihnachten. Jesus Christus war und ist Gottes Sohn. Er starb stell- vertretend für unsere Schuld und Sünde am Kreuz von Golgatha. Doch er blieb nicht im Grab. Nach drei Tagen ist er von den Toten auferstanden und er lebt. Durch ihn, kann es anders werden in dieser Welt, in unseren Familien und auch in meinem eigenen Leben.

Denn das ist die frohe Botschaft von Weihnachten: Bei Jesus bekommt jeder die Chance neu anzufangen, denn ER richtet Bedrückte auf, ER bringt Gottes Frieden dorthin, wo Menschen im Streit miteinander leben und ER schenkt Vergebung und Neuanfang, wo Menschen Schuld auf sich geladen haben.

Wenn ein Mensch Jesus Christus, den Heiland und Retter der Welt, in sein ganz persönliches Leben hineinwirken lässt, so kehrt der Friede Gottes bei ihm ein. Für so einen Menschen wird es zur ganz persönlichen, lebendigen Erfahrung, was der Engel damals den Hirten verkündigte und er wird bezeugen: „Mir ist heute der Heiland geboren...“ Und dann wird das Weihnachtsfest nicht nur gefeiert, sondern persönlich erlebte Wirklichkeit.

 

Wir wünschen allen Lesern des Gemeindebriefes

Eine gesegnete und besinnliche

Advents- und Weihnachtszeit!

 

 

(Text in Anlehnung an ein Traktat von Pfr. Dr. Christoph Morgner;

Evangelische Volks und Schriftenmission Lemgo.)


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